Toslink vs. Klinke Kabel, der Unterschied.

Toslink vs. Klinke Kabel

Inzwischen gibt es oft mehrere Möglichkeiten Funkkopfhörer oder andere Geräte an eine Tonquelle(Tv, Pc etc.) anzuschließen. Zwei der am meisten verbreiteten Anschlussmöglichkeiten sind Klinke und Toslink. Worin der Unterschied diese zwei Anschlussmöglichkeiten besteht, erfährst du im folgenden Artikel.

Toslink

TOSLINK wurde ursprünglich von Toshiba entwickelt und daher kommt auch der Name (Toshiba-Link = TOSLINK). TOSLINK-Kabel sind sogenannte Lichtwellenleiter d.h. die Signale werden per Licht übertragen (Licht an/aus, 1/0). Zwei Geräte, welche per Toslink verkabelt sind, sind nicht elektrisch miteinander verbunden, da die Signalübertragung per Licht abläuft. Mittlerweile verwenden so gut wie alle Hersteller den Toslink-Anschluss für den digitalen optischen Tonausgang.

Info: S/P-DIF (Sony/Philips Digital Interface) ist quasi ein Synonym für TOSLINK (Toshiba Link). Es ist also das gleiche Kabel bzw. der gleiche Anschluss.

Vor- und Nachteile

Da es sich bei TOSLINK um einen Lichtwellenleiter (oft auch als optischer Leiter bezeichnet) handelt wird damit bei der Audiotechnik eine Potentialtrennung der Audiokomponenten erreicht. Dies bedeutet, das sogenannte Masseschleifen vermieden werden. Lichtwellenleiter sind außerdem unempfindlich gegenüber elektrischer oder magnetischer Störeinkopplung. Auch Störabstrahlungen durch das Toslinkkabel sind nicht vorhanden. Manche Toslinkkabel werden zusätzlich metallverstärkt um die Robustheit zu erhöhen. Bei einem solchen metallverstärkten Kabel kann dann leider auch wieder theoretisch eine Masseschleife entstehen. Am besten beim Kauf darauf achten, dass das Kabel nicht metallverstärkt ist. Toslinkkabel übertragen die Daten digital.

Info: Masseschleife, auch Brummschleife oder Erdschleife ist ein Phänomen das z.B. für einen störenden Brummton in den Lautsprechern sorgen kann.

Kommen wir nun zu den Nachteilen. Mit Optischen Kabeln müsst ihr etwas sorgsamer umgehen denn sie sind knickempfindlicher und können "verstauben" wenn ihr sie nicht abdeckt. Optische Kabel sollten nicht länger als 5 Meter sein. Unter guten Umständen gehen auch 10 Meter, allerdings sollte man nicht von idealen Bedingungen ausgehen.

Pro Contra
  • Digital/Optisch
  • unempfindlich gegenüber elektrischer/magnetischer Störungen
  • keine Brummschleife/Masseschleife
  • Sendet selbst kein Störsignal aus
  • Länge
  • Empfindlicher als Klinke/Kabel knickempfindlicher

Stecker und Kabel

Unten im Bild sehen wir zwei Toslinkstecker. Wenn ihr diese neu kauft befinden sich meist kleine Plastikkappen vorne auf den Metallenden (linkes Bild goldene Spitze). Diese müssen unbedingt entfernet werden bevor ihr das Kabel einsteckt.
Toslink SteckerToslink Stecker 1
Toslink Stecker 1
Toslink Stecker 2

​Toslink Anschluss

In den Bildern unten sehen wir einen Toslinkanschluss einer Soundkarte am PC (links) und rechts den an einer Musikanlage. Der Anschluss selbst ist immer durch eine Klappe geschützt, welche sich nach innen Klappt, wenn ihr den Stecker dagegen drückt.


Toslink an der Soundkarte
Toslink Anschluss
Toslink an einer Anlage

Klinke

Klinkekabel gibt es schon sehr lange und so gut wie jeder hatte schon einmal eines in der Hand. Sie sind vermutlich die am meisten verwendeten Audiokabel im Amateurbereich.

Vor und Nachteile

Zu allererst hat wahrscheinlich jeder noch welche im Schrank oder irgendeiner Kiste rumfahren, so ist das zumindest bei mir. Klinkekabel sind allgemein robuster als Toslink und es ist relativ egal wenn sie verstauben. Die Signalübertragung erfolgt elektronisch/elektromagnetisch und kann durch andere Quellen wie z.B. eine Stromleitung gestört werden, da diese elektrisch überträgt. Auch das Klinkekabel selbst sendet ein Störsignal ab welches andere Kabel stören kann. In der Praxis habe ich es persönlich noch nicht wirklich geschafft eine Brummschleife zu erzeugen. Ich verlege meine Kabel aber auch immer ordentlich.

Pro Contra
  • Hat fast jeder auf Vorrat :)
  • Robuster als Toslink
  • Verstaubt nicht (Anschluss, Stecker)
  • Brummschleife möglich
  • Empfindlich gegen elektronische/magnetisch Störungen
  • Kann selbst Störsignale verursachen

Stecker und Kabel

Klinkekabel
Klinkekabel

Links im Bild sehen wir ein typisches Klinkekabel (3,5 mm). Dieses ist grün, jedoch spielt die Farbe hier keine wirkliche Rolle.

 

Klinke-Anschluss

Links im Bild sehen wir den grünen Line-Out Anschluss für den Anschluss eines Klinkekabels an einer Soundkarte hinten am PC. Hier würdet ihr den Funkkopfhörer per Klinkekabel an den PC anschließen. Im rechten Bild sehen wir den 6,25 mm Anschluss einer Anlage und daneben den 3,5 mm Anschluss für das Setup-Mikrofon. 

Klinke Anschluss an einer Soundkarte
Klinke an einer Soundkarte
Klinke Anschluss 6,35mm und 3,5 mm
Klinke an einer Musikanlage
Cinch nach Klinke Kabel
Y-Cinch nach Klinke (weiblich)

Wenn ihr den Funkkopfhörer an einen Anlage anschließen wollt, so geschieht dies über ein Cinch Kabel, welches an einem Ende den Klinke-Anschluss hat und am anderen Ende zwei Cinch Stecker die hinten an der Anlage angeschlossen werden müssen. Links im Bild sehen wir zwei Kabel die von Cinch nach Klinke (weiblich gehen). Mit einem solchen Kabel bräuchten wir zusätzlich noch ein normales Klinkekabel wie bereits oben gezeigt (grün). Es gibt diese Y-Kabel jedoch auch in der Variation Cinch zu Klinke (männlich).

 

Qualitätsunterschied

Ich habe rein durch hören keinen Qualitativen Unterschied feststellen können. Theoretisch sollte Toslink jedoch die bessere Signalqualität liefern, da diese Kabel einfach störungsunempfindlicher sind.

Fazit und Empfehlung

Wenn ihr noch ein normales Klinkekabel zur Verfügung habt probiert es damit aus. Wenn es keine Störungen wie eine Brummschleife gibt, dann spricht nichts dagegen dieses Kabel weiter zu nutzen. Hat euer Gerät einen Toslink-Ausgang und ihr hab kein Kabel, dann würde ich zu einem Toslinkkabel greifen.

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